Cookiebot vs. OneTrust - Vergleich der Consent-Management-Plattformen

Wie unterscheiden sich die beiden Consent-Management-Plattformen? Was sind ihr Vor- und Nachteile? Und welche Lösung empfehlen wir?

Jürgen Zöllner

Jürgen Zöllner 20. Mai 2020 ·

Bis Ende Dezember 2019 setzten wir für die Mehrzahl unserer Kunden das Consent Management Tool „Cookiebot“ ein. Es ist preiswert und leistungsstark, zeigte in der Praxis jedoch einen wesentlichen Schwachpunkt: Es fehlte ein – möglichst prominenter – Button um mit nur einem Klick alle Cookies zu akzeptieren. Dies – so unsere Hypothese – wäre jedoch sehr vorteilhaft, um möglichst viele Einwilligungen zu erhalten.

Onetrust bei dem ADAC Fahrsicherheitszentrum Berlin-Brandenburg
Cookie-Opt-In mit OneTrust

Und tatsächlich, mit einem solch prominenten Button gelingt es uns im Schnitt von 88 % aller Besucher die Zustimmung zu allen (!) Cookies zu erhalten.

Die Alternative, das Vorauswählen von Cookie-Kategorien (beispielsweise für „Statistiken“ = Google Analytics) birgt hingegen ein gewisses rechtliches Risiko in sich. Die Datenschutzbehörden erachten es grundsätzlich als unzulässig, siehe z.B. die Mitteilung des Berliner Datenschutzbeauftragten vom 14. November 2019 (PDF, öffnet sich in neuen Fenster).


Cookie-Opt-In mit Cookiebot

Unser bisheriges Resümee war deshalb: 
Vor allem für Unternehmen, die weiterhin mit Marketing-Cookies arbeiten möchten (z.B. für das Remarketing und die Erfolgsmessung mit Google Ads) lohnt sich ein Wechsel zu OneTrust - auch wenn die monatlichen Kosten deutlich höher ausfallen.

Für all anderen Unternehmen, die primär an den Statistiken von Google Analytics interessiert sind, bleibt es eine Abwägung. Sie können entweder auf OneTrust setzen (= rund 88 % Zustimmung zu den Statistik-Cookies durch die Besucher). Oder sie nutzen Cookiebot mit einer vorausgewählten Statistiken-Kategorie (= rund 95 % Zustimmung zu den Statistik-Cookies durch die Besucher). Bei Letzterem bleibt aber ein bereits erwähntes datenschutzrechtliches Risiko. 

Der Status quo:
Mittlerweile gibt es sowohl bei Cookiebot als auch bei OneTrust die Möglichkeit, den Cookie-Hinweis über einen vollflächigen Layer darzustellen und über nur einen Button die Zustimmung zu allen Cookies einzuholen. 


Cookie-Opt-In mit Cookiebot, Screenshot von sicherheitstraining.net

Unser Resümee:
Beide Tools leisten das, was sie sollen. Zugleich haben sie ihre Vor- und Nachteile. Die technische Implementierung über den Google Tag Manager gestaltet sich mit OneTrust etwas smarter. Gerade bei Website mit zahlreichen Trackings ist dies durchaus ein gewichtiges Argument für OneTrust. Hinzu kommt, dass die Cookie-Einstellungsmöglichkeiten bei OneTrust in unseren Augen optisch klarer gelöst sind.

Einzig die monatlichen Lizenzgebühren sind bei Cookiebot deutlich günstiger. - Zumindest auf den ersten Blick und für die viele kleine Unternehmen. Aber immer dann, wenn Sie eine oder mehrere Sudomains haben (z.B. shop.ihredomain.de) steigen bei Cookiebot schnell die Kosten. Denn hier wird jede Subdomain als eigenständige Domain berechnet. Bei OneTrust sind Subdomains hingegen inkludiert. Unsere Faustregel: Hat die Website mehr als 500 Pages und / oder mindestens eine Subdomain, lohnt sich OneTrust. Zumal wir unseren Kunden deutlich ermäßigte monatliche Lizenzkosten bieten können. Für kleiner Unternehmen ist hingegen Cookiebot oder, falls die Website auf Wordpress basiert, Borlabs eine durchaus gute Alternative. 

Einen tabellarischen Vergleich der beiden Consent Management-Plattformen finden Sie im nachfolgenden Schaubild:

Cookiebot vs. OneTrust - Vergleich

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